Iran gilt als Ursprungsland der Teppichknüpfkunst und beheimatet die größte Vielfalt an Stilen und Techniken weltweit.
Persien ist der historische Name des heutigen Iran und die wichtigste Herkunftsregion handgeknüpfter Teppiche. Diese Fibel führt 68 persische Provenienzen, mehr als für jedes andere Land, von der Seidenmanufaktur in Ghom bis zur Dorfware aus dem Hamadan-Umland. Was sie verbindet, ist die Bindung an einen konkreten Ort. Der Name eines Persers benennt fast immer seine Knüpfstadt oder seinen Stamm, und mit dem Ort liegen Muster, Farbskala, Material und Knotendichte weitgehend fest.
Diese Seite ordnet Persien geografisch und stellt die Knüpfzentren in einer Übersicht gegenüber. Den Begriff selbst, die Echtheitsmerkmale und die Kaufkriterien behandelt die Kategorie Perserteppiche. Hier geht es um den Raum: welcher Landesteil für welche Bauweise steht, warum der kurdische Westen anders knüpft als die zentraliranischen Oasen, und wo die Feinheitsmaße Raj und La überhaupt gelten.
Weil das iranische Hochland auf rund 1,65 Millionen Quadratkilometern drei sehr verschiedene Produktionsumfelder nebeneinanderstellt: kühle Bergprovinzen, trockene Zentraloasen und weite Weidegebiete für Wanderherden. Jedes dieser Umfelder hat eine eigene Bauweise hervorgebracht.
Die niederschlagsreicheren Bergregionen im Nordwesten und im kurdischen Westen liefern eine zugfeste, glänzende Wolle. Dort entstehen schwere Gebrauchsteppiche mit dichtem Gewebe. Die Oasenstädte im Zentraliran hatten diese Wolle nicht in gleicher Menge, dafür Hofwerkstätten, Entwerfer und einen Absatzmarkt, und spezialisierten sich auf feinste Manufakturarbeit. Im Hochland von Fars im Süden ziehen die Nomadenstämme mit ihren Herden; ihre Teppiche entstehen am zerlegbaren Webstuhl, ohne Vorzeichnung.
Geknüpft wird in Persien überwiegend mit dem asymmetrischen Knoten, dem persischen oder Senneh-Knoten. Er umschließt einen der beiden Kettfäden ganz, den zweiten nur halb, und löst dadurch feinere Muster auf als der symmetrische türkische Knoten. Geschwungene Ranken, Palmetten und runde Medaillons lassen sich so überhaupt erst sauber zeichnen. Den Vergleich beider Techniken führt der Bereich Knotenarten, den Ablauf von der Kettvorbereitung bis zum Scheren der Bereich Herstellung.
Kette und Schuss bestehen meist aus Baumwolle, der Flor aus Schurwolle, bei Spitzenstücken aus Korkwolle, der weichen Wolle aus dem Unterhaar des Schafes. Reine Seide verarbeiten vor allem Ghom und Isfahan. Historisch gefärbt wurde mit Krapp für Rot, Indigo für Blau, Reseda und Safran für Gelb, Walnussschalen für Braun. Der Farbwechsel Abrash, entstanden durch wechselnde Färbechargen, gilt als Hinweis auf handgefärbte Wolle; woran man Pflanzenfarben von synthetischen unterscheidet, steht unter Naturfarben erkennen.
Die Stadt- und Dorfproduktion verteilt sich auf gut zwei Dutzend Orte, die im Handel jeweils als eigene Provenienz gelten. Die Übersicht ist nach Feinheit sortiert, von der Manufakturware der Zentraloasen bis zur Dorfware des Westens.
| Provenienz | Landesteil | Charakter | Knoten/m² (ca.) |
|---|---|---|---|
| Isfahan | Zentraliran | florale Manufakturware, Korkwolle, Seidenkonturen | 400.000 bis über 1.000.000 |
| Ghom | Zentraliran | Seide, dichte Bildfelder, auch figurale Motive | 300.000 bis 1.000.000+ |
| Nain | Zentraliran | Beige und helles Blau, Seideneinlagen, La-Klassen | 200.000 bis 1.000.000+ |
| Täbriz | Nordwesten | ganze Bandbreite, Raj-Maß, Mahi-Grund | 120.000 bis 1.000.000 |
| Kerman | Südosten | weiche Palette, Vasen- und Bildteppiche | 150.000 bis 500.000 |
| Keschan | Zentraliran | zentrales Medaillon, tiefes Rot und Indigo | 150.000 bis 500.000 |
| Bidjar | kurdisches Bergland | extrem festes, schweres Gewebe | 150.000 bis 400.000 |
| Sarough | Westiran | dichte Blumenstreuung, schwerer Flor | 150.000 bis 400.000 |
| Senneh | kurdischer Westen | dünnes Gewebe, feines Herati-Feld | 150.000 bis 400.000 |
| Yazd | Zentraliran | Medaillonware im Keschan-Umfeld, Wüstenstadt | 150.000 bis 400.000 |
| Moud | Ostiran | feines Herati-Streumuster in Beige und Blau | 150.000 bis 350.000 |
| Najafabad | Zentraliran | im Isfahan-Stil, gröber gearbeitet | 150.000 bis 350.000 |
| Mashhad | Nordosten | großflächige Medaillons, Pilgerstadt | 100.000 bis 300.000 |
| Farahan | Westiran | altes Sammelgebiet, Herati-Feld, gedeckte Töne | 120.000 bis 300.000 |
| Joshaghan | Zentraliran | durchgehendes Rautengitter mit Blütenrosetten | 120.000 bis 250.000 |
| Malayer | Hamadan-Umland | Einzelschuss, zwischen geometrisch und floral | 120.000 bis 250.000 |
| Abadeh | Fars | Stadtware mit Stammesmustern, Heriati-Raute | 100.000 bis 200.000 |
| Heriz | Nordwesten | großes geometrisches Eckmedaillon, Ziegelrot | 60.000 bis 160.000 |
| Hamadan | Westiran | Dorfware, Einzelschuss, Dutzende Marktorte | 60.000 bis 150.000 |
Eine niedrige Knotenzahl ist bei einem Dorfteppich kein Mangel, sondern Bauart. Ein Heriz ist auf Belastung gerechnet, sein Muster braucht die feine Auflösung gar nicht, und im Flur überlebt er einen Isfahan um Jahre. Täbriz fällt aus dem Raster, weil die Provenienz mit einer Spanne von 120.000 bis 1.000.000 Knoten pro Quadratmeter fast das gesamte Feld abdeckt; dort entscheidet die Raj-Angabe, nicht der Ortsname. Die vollständige Liste mit allen kleineren Orten steht in der Stilübersicht.
Vier große Stammesgruppen prägen die persische Nomadenware: die Ghashghai und die Kaschkuli in Fars, die Bachtiar im Zagrosgebirge und die Afshar im Raum Kerman. Ihre Stücke entstehen am transportablen Horizontalwebstuhl, meist aus dem Gedächtnis, und tragen deshalb freier komponierte Muster mit sichtbaren Unregelmäßigkeiten.
Die Ghashghai knüpfen leuchtende Stücke mit Heriati-Raute und Tiermotiven, 80.000 bis 180.000 Knoten pro Quadratmeter. Die Kaschkuli gelten als deren feinste Untergruppe und erreichen 100.000 bis 250.000. Die Bachtiar arbeiten das Gartenrastermuster, ein in Felder geteiltes Bildfeld mit wechselnden Motiven. Die Afshar setzen geometrische Felder und Boteh-Streuung. Kleiner und regional begrenzt sind die Yalameh mit ihren gestapelten Rautenmedaillons.
Zwei Sonderfälle gehören dazu. Gabbeh ist keine Stammeszuordnung, sondern eine Bauart: grob geknüpft, hochflorig, mit stark reduzierter Bildsprache, 40.000 bis 200.000 Knoten pro Quadratmeter und damit die gröbste persische Kategorie überhaupt. Schiraz wiederum ist kein Knüpfort, sondern der Sammelbegriff für die Ware, die über den Markt der Provinzhauptstadt Fars in den Handel kam. Die Belutsch-Gruppen im Südosten laufen in dieser Fibel unter der eigenen Herkunft Balutschistan, weil ihr Siedlungsgebiet über die iranische Grenze nach Afghanistan und Pakistan reicht. Den Überblick über die Gattung gibt die Kategorie Nomadenteppiche.
An der Linienführung, und die verrät sich schon aus zwei Metern Entfernung. Stadtware zeichnet kurvilinear: runde Medaillons, geschwungene Ranken, Palmetten, gespiegelte Eckzwickel. Dorf- und Nomadenware zeichnet rektilinear: Rauten, Haken, gestufte Kanten, stilisierte Tiere.
Der Grund liegt in der Technik. Jeder Knoten sitzt an einem festen Punkt im Kettgitter, eine Kurve entsteht also nur als Treppe aus sehr kleinen Stufen. Je feiner die Knüpfung, desto unsichtbarer diese Stufen. Wer ohne Vorzeichnung arbeitet, wählt umgekehrt Formen, die dem Gitter entgegenkommen, und das sind Geraden und Winkel. Das Tropfenmotiv Boteh zeigt beides: In Isfahan biegt es sich weich, bei den Afshar wird es zum Winkel.
Zwei weitere Merkmale trennen die Gruppen. Stadtware liegt fast immer auf Baumwollkette und wird niedrig geschoren. Dorfware steht häufiger auf Wollkette, hat höheren Flor und arbeitet mit Einzelschuss, was das Gewebe biegsamer und leichter macht. Wie nah zwei Stadtprovenienzen einander kommen können, zeigt die Gegenüberstellung Nain gegen Isfahan.
Beide sind regionale Feinheitsmaße, und sie laufen in entgegengesetzte Richtungen. Raj gilt in Täbriz und zählt die Knotenpaare, die auf sieben Zentimeter Kettbreite nebeneinanderliegen: eine höhere Raj-Zahl bedeutet eine feinere Knüpfung. Gemessen wird auf der Rückseite, mit dem Lineal quer zur Kettrichtung.
La gilt ausschließlich für Nain und bezeichnet die Zahl der Einzelfäden, aus denen ein Kettstrang gedreht ist. Weniger Fäden heißt dünnerer Kettstrang und damit engeres Gitter, also ist eine niedrige La-Zahl die feinere: 4 La ist feiner als 6 La, 6 La feiner als 9 La. Das ist die häufigste Fehlerquelle im Verkaufsgespräch, weil die Zahl intuitiv anders gelesen wird.
Beide Maße gelten nur dort, wo sie herkommen. Wer bei einem Täbriz von La-Stufen spricht oder bei einem Isfahan von Raj, verwechselt die Systeme; alle übrigen Provenienzen werden über Knoten pro Quadratmeter beschrieben. Für die Umrechnung einzelner Raj- und La-Stufen in Knoten pro Quadratmeter kursieren im Handel widersprüchliche Tabellen. Belastbar sind die Gesamtspannen der Provenienz und die eigene Zählung auf der Rückseite. Was die reine Knotenzahl aussagt und wo sie aufhört, etwas zu sagen, erklärt Knotendichte erklärt; die La-Systematik im Detail behandelt La-Stufen erklärt.
Die persische Knüpfkunst ist archäologisch bis ins fünfte Jahrhundert vor Christus belegt. Der Pazyryk-Teppich, im sibirischen Eis konserviert, zeigt eine Reiterprozession und Hirschmotive im Formenkreis der achämenidischen Hofkunst. Er ist der älteste erhaltene geknüpfte Teppich der Welt, und er ist technisch bereits ausgereift: gleichmäßige Knotenreihen, mehrfach gestufte Bordüren, ein durchkomponiertes Innenfeld.
Die klassische Blütezeit fällt in das 16. und 17. Jahrhundert, unter die Safawiden. Schah Tahmasp und Schah Abbas der Große richteten in Isfahan, Kaschan und Täbriz königliche Manufakturen ein, in denen Entwerfer, Färber und Knüpfer arbeitsteilig arbeiteten. Aus dieser Organisation stammen die Medaillon-, Jagd- und Vasenteppiche, und aus ihr stammt auch die Trennung von Entwurf und Ausführung, die die Stadtware bis heute prägt. Die beiden Ardabil-Teppiche von 1539/40, heute in London und Los Angeles, gelten als Höhepunkt der Epoche. Über die Handelshäuser Venedigs kamen persische Teppiche nach Europa, wo sie auf Renaissance-Gemälden als Statussymbol auftauchen.
Nach dem Untergang der Safawiden im 18. Jahrhundert brach die höfische Produktion weitgehend ab. Sie lief gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter den Kadscharen wieder an, diesmal getrieben von europäischer Nachfrage. In dieser Phase erhielten die heute gehandelten Stadttypen ihre moderne Form, samt der Vereinheitlichung von Formaten und Farbstellungen. 1935 bat die Regierung das Ausland, statt Persien den einheimischen Namen Iran zu verwenden; im Teppichhandel blieb der alte Begriff. Die längere Linie von den Anfängen bis heute zeichnet die Seite Ursprung der Knüpfkunst nach.
Sechs Faktoren: Herkunftsort, Feinheit der Knüpfung, Material in Flor und Kette, Alter, Erhaltungszustand und die Seltenheit des Musters. Der Erhaltungszustand wird dabei regelmäßig unterschätzt. Ein abgelaufener Flor und geflickte Kanten drücken ein feines Stück unter eine intakte Arbeit mittlerer Feinheit.
Beim Material ist der Sprung von Wolle zu Seide der größte. Reine Seidenteppiche aus den renommierten Zentren stehen an der Spitze, etwa Ghom-Seide mit 600.000 bis 1.200.000+ Knoten pro Quadratmeter. Eine eingeknüpfte Werkstattsignatur wirkt stark, und sie wird immer zusammen mit der tatsächlichen Feinheit gelesen: Name und Knotendichte müssen zueinander passen. Die prägenden Werkstätten sind unter Meisterknüpfer gesammelt, das Lesen der Kartuschen erklärt Signaturen erkennen.
Wie lange ein einzelner Teppich entsteht, lässt sich nicht seriös in Monaten pro Quadratmeter angeben. An großen Formaten sitzen mehrere Knüpfer gleichzeitig am selben Stuhl, und das Tempo hängt stark von der Erfahrung ab. Belastbar ist nur die Richtung: je feiner die Knüpfung, desto mehr Knotenreihen pro Zentimeter und desto länger die Arbeit.
Die häufigste Frage im Laden betrifft nicht die Fälschung, sondern die Verwechslung. Najafabad liegt knapp 30 Kilometer westlich von Isfahan und arbeitet im gleichen Stil, Indo-Isfahan wird in Indien nach persischem Vorbild geknüpft. Beides ist ordentliche Ware, beides kommt nicht aus Isfahan, und für die Einordnung macht das einen klaren Unterschied. Für die eigene Prüfung helfen Wertvolle Perserteppiche erkennen und die Kaufberatung; wie ein Perser lange hält, behandelt die Pflegeübersicht. Aktuelle persische Stücke mit Maßen und Provenienz zeigt das Perserteppich-Sortiment von Morgenland Teppiche.
Die feinsten kommen aus den Zentraloasen: Ghom für reine Seide, Isfahan für Korkwolle mit Seidenkonturen, Nain für die blau-beige Stadtware. Alle drei erreichen über eine Million Knoten pro Quadratmeter. Wer nicht Feinheit, sondern Belastbarkeit sucht, ist im Nordwesten und im kurdischen Westen besser bedient, bei Heriz oder Bidjar.
Der asymmetrische Knoten, auch persischer oder Senneh-Knoten genannt, benannt nach der kurdischen Stadt Senneh. Er umschließt einen Kettfaden ganz, den zweiten nur halb, und erlaubt dadurch feinere und geschwungenere Muster als der symmetrische türkische Knoten. Einzelne Provenienzen im Nordwesten knüpfen abweichend symmetrisch.
Es ist dasselbe Land. 1935 bat die Regierung das Ausland offiziell, statt der von außen gebrauchten Bezeichnung Persien den einheimischen Namen Iran zu verwenden. Im Teppichhandel hat sich Perserteppich für handgeknüpfte Ware aus dem Iran gehalten. Wie sich der Begriff zum weiteren Oberbegriff verhält, klärt Perserteppich gegen Orientteppich.
Nein. Die floralen Manufakturteppiche der Zentraloasen sind die bekannteste, nicht die größte Gruppe. Daneben steht eine breite Familie geometrischer Dorf-, Berg- und Nomadenteppiche, die mit Rauten, Haken und stilisierten Tieren arbeitet. Von den 68 persischen Provenienzen dieser Fibel sind die meisten kleine Dorf- und Marktorte im Westen und Nordwesten, keine Manufakturstädte.
Ein echter Perser ist handgeknüpft und zeigt das Muster spiegelbildlich klar auf der Rückseite. Die Fransen sind die verlängerten Kettfäden und nicht angenäht. Kleine Unregelmäßigkeiten in der Zeichnung und der Farbwechsel Abrash sprechen für Handarbeit. Die Schritt-für-Schritt-Prüfung steht unter Ist mein Teppich echt?, die Zuordnung zur Region unter Herkunft erkennen.
Reine Seidenstücke aus Ghom, mit 300.000 bis 1.000.000+ Knoten pro Quadratmeter für die Provenienz und noch darüber für die reinen Seidenqualitäten. Isfahan erreicht 400.000 bis über 1.000.000, Nain in den niedrigen La-Stufen liegt gleichauf. Die Feinheit zeigt sich daran, wie scharf sich das Muster auf der Rückseite abzeichnet.
Klassische Stadttypen wie Isfahan, Nain und reine Ghom-Seide gelten als vergleichsweise wertstabil, ebenso gut erhaltene antike Arbeiten aus bekannten Manufakturen. Eine Garantie für Wertsteigerung gibt es nicht. Belastbare Anhaltspunkte sind Material, Feinheit, Provenienz und Zustand, nicht das Alter allein. Mehr dazu unter Alte Teppiche werden wertvoller.

Abadeh-Teppiche stammen aus der gleichnamigen Stadt zwischen Isfahan und Schiraz und fallen durch ihre klaren geometrischen Medaillons auf.

Ardebil-Teppiche kommen aus Nordwestiran und zeigen häufig geometrische Muster mit kaukasischem Einfluss.

Afshar-Teppiche werden von halbnomadischen Stämmen in Südostiran geknüpft und verbinden nomadische Motive mit feiner Verarbeitung.

Bachtiar-Teppiche sind bekannt für ihr charakteristisches Gartenmuster mit kassettenartigen Feldern voller floraler Motive.

Bidjar-Teppiche gelten als die robustesten persischen Teppiche, die extrem dichte Knüpfung macht sie nahezu unverwüstlich.

Gabbehs sind grob geknüpfte Nomadenteppiche mit hohem Flor und abstrakten, farbenfrohen Motiven.

Ghashghai-Teppiche werden vom gleichnamigen Nomadenstamm geknüpft und beeindrucken durch lebhafte Farben und Tiermotive.

Ghom-Teppiche gehören zu den feinsten persischen Teppichen und werden häufig aus reiner Seide gefertigt.

Hamadan-Teppiche kommen aus einer der ältesten Knüpfregionen der Welt und stehen für robuste, dicht gewebte Gebrauchsqualität.

Heriz-Teppiche sind berühmt für ihre markanten eckigen Medaillons und ihre außerordentliche Strapazierfähigkeit.

Garawan-Teppiche stammen aus der Heriz-Region und zeigen die typisch geometrischen Medaillon-Muster in robuster Dorfqualität.

Isfahan-Teppiche gelten als Meisterwerke persischer Knüpfkunst mit außergewöhnlich feinen Mustern und edlen Materialien.

Kerman-Teppiche zeichnen sich durch besonders feine Blumenmuster und eine sanfte Farbpalette aus.

Keschan-Teppiche zählen zu den Klassikern unter den Perserteppichen und sind für ihre eleganten Medaillon-Designs bekannt.

Koliai-Teppiche werden von kurdischen Knüpfern im Westen Irans gefertigt und überzeugen durch robuste Qualität und geometrische Muster.

Mashhad-Teppiche aus dem Osten Irans bieten großformatige Designs mit floralen Medaillons in tiefen Rottönen.

Moud-Teppiche aus der Region Chorasan verbinden das kleinteilige Herati-Muster mit einer feinen, gleichmäßigen Knüpfung.

Nahavand-Teppiche werden in der gleichnamigen kurdischen Stadt geknüpft und zeigen kräftige, geometrische Muster.

Nain-Teppiche bestechen durch ihr elegantes Farbspiel in Blau und Beige und ihre filigrane Musterung.

Senneh-Teppiche aus der kurdischen Hauptstadt Sanandaj gelten als die feinsten kurdischen Knüpfarbeiten.

Schiraz-Teppiche werden von verschiedenen Nomadenstämmen rund um die Stadt Schiraz geknüpft und zeigen vielfältige Stammesmotive.

Täbriz-Teppiche zählen zu den edelsten persischen Teppichen und sind für ihre feine Knüpfung und vielfältigen Designs bekannt.

Mir-Teppiche aus der Sarouk-Region sind berühmt für ihr charakteristisches Allover-Boteh-Muster.

Loribaft-Teppiche werden von Lori-Nomaden im Zagros-Gebirge geknüpft und sind nahe Verwandte der Gabbehs mit feinerer Knüpfung.

Ardakan-Teppiche aus der gleichnamigen Stadt in der Provinz Yazd zeigen feine florale Muster in warmen Farbtönen.

Borchalou-Teppiche werden im gleichnamigen Dorf in der Provinz Hamadan geknüpft und zeigen klassische Medaillon-Designs.

Farahan-Teppiche aus der historischen Knüpfregion zwischen Arak und Hamadan sind bekannt für feine Herati-Muster.

Gholtogh-Teppiche stammen aus einem kleinen kurdischen Dorf in der Provinz Hamadan und zeigen geometrische Medaillon-Muster.

Ghoutshan-Teppiche (auch Quchan) kommen aus der Nordostregion Irans und zeigen kurdische Einflüsse.

Golpayegan-Teppiche aus der Provinz Isfahan zeigen klassische persische Zeichnungen in solider Werkstattqualität.

Hosseinabad-Teppiche stammen aus einem Dorf in der Provinz Hamadan und zeigen die typisch einfache Schussstruktur der Region.

Joshaghan-Teppiche zeigen ein charakteristisches Rautengitter mit kleinen floralen Motiven, ein ikonisches Muster persischer Knüpfkunst.

Jozan-Teppiche aus dem Bezirk Hamadan sind bekannt für ihr markantes Kugelmedaillon auf sattem Rotgrund.

Kaschmar-Teppiche aus dem Osten Irans überzeugen durch großformatige Designs und solide Qualität.

Klardasht-Teppiche aus der Provinz Mazandaran am Kaspischen Meer vereinen persische Tradition mit grobem nomadischen Charakter.

Lilian-Teppiche aus der Arak-Region zeigen oft ein zentrales Medaillon in tiefem Rot mit schmalen Bordüren.

Mahal-Teppiche aus der Region Arak kombinieren westliches Farbgefühl mit klassisch persischen Mustern.

Malayer-Teppiche aus der gleichnamigen Stadt in Hamadan liegen qualitativ zwischen einfachen Hamadan- und feinen Sarough-Teppichen.

Mehraban-Teppiche aus der Heriz-Region zeichnen sich durch geometrische Medaillons und robuste Qualität aus.

Meschkin-Teppiche (Meshkin Shahr) aus der Provinz Ardebil zeigen kaukasisch inspirierte geometrische Muster.

Meymeh-Teppiche aus der Provinz Isfahan zeigen das typische Joshaghan-Rautenmuster in höherer Qualität.

Najafabad-Teppiche aus der Nachbarstadt Isfahans orientieren sich stilistisch an den berühmten Isfahan-Teppichen.

Qaraja-Teppiche aus dem Nordwesten Irans verbinden kaukasische und persische Elemente in geometrischen Mustern.

Rafsanjan-Teppiche aus der Kerman-Region vereinen die feine Knüpfkunst der Region mit pastellfarbenen Blumenmustern.

Rudbar-Teppiche aus der Provinz Gilan am Kaspischen Meer zeigen kurdisch beeinflusste geometrische Designs.

Sabsewar-Teppiche (Sabzevar) aus Nordostiran überzeugen durch großformatige Medaillon-Designs in warmen Farbtönen.

Sarab-Teppiche aus dem Nordwesten Irans sind meist als Läufer in kamelbrauner Grundfarbe bekannt.

Sarough-Teppiche (Sarouk) aus der Region Arak zählen zu den klassischsten Perserteppichen mit feinen Rosenmustern.

Sharbabak-Teppiche (Shahr-e Babak) aus der Kerman-Region verbinden nomadische Motive mit werkstattartiger Ausführung.

Tabatabai-Teppiche sind nach einer bedeutenden Knüpferfamilie benannt und stehen für höchste Feinheit im Nain-Stil.

Touiserkan-Teppiche aus der Provinz Hamadan zeigen klassische kurdisch beeinflusste Designs in robuster Qualität.

Waramin-Teppiche aus der Nähe von Teheran zeigen das typische Mina-Khani-Blumenmuster mit geometrischer Strenge.

Wiss-Teppiche (Viss) aus der Hamadan-Region gehören zu den bekanntesten westpersischen Teppichen mit zentralem Medaillon.

Yazd-Teppiche aus der Wüstenstadt Yazd zeigen feine florale Medaillons in warmen Farben.

Ilam-Teppiche werden von kurdischen Knüpfern in der westiranischen Grenzprovinz gefertigt und zeigen markante geometrische Muster.

Kaschkuli-Teppiche werden vom gleichnamigen Qashqai-Unterstamm in der Provinz Fars geknüpft und zählen zu den feinsten nomadischen Arbeiten.

Yalameh-Teppiche stammen von einem Qashqai-Unterstamm und zeigen markante Rautenmedaillons in leuchtenden Farben.

Shal-Teppiche zeigen ein markantes Streifen- und Musterband, inspiriert vom kurdischen Shal-Stoff aus Kermanshah.

Fars-Kelims werden von Qashqai- und Lori-Nomaden in Südiran gewebt und zeigen lebhafte Stammesmotive.

Senneh-Kelims aus Sanandaj gelten als die feinsten kurdischen Flachgewebe mit extrem dichter Webstruktur.

Seiden-Kelims sind die edelsten Flachgewebe, leicht, glänzend und mit feinsten Musterdetails.

Kelim ist der gewebte Teppich des Orients ohne Flor, beidseitig nutzbar. Überblick über die wichtigsten Stilrichtungen aus Persien, Afghanistan, Anatolien und dem Kaukasus.

Ghom-Seidenteppiche aus reiner Seide gelten als Sammlerstücke höchster Güte, jedes Stück ein kleines Kunstwerk.

Nach dem Schweizer Handelshaus Ziegler & Co. benannt, Ziegler-Teppiche vereinen orientalische Muster mit westlichem Farbgefühl und gehören zu den beliebtesten Orientteppichen.

Afshar-Sirjan-Teppiche aus der Stadt Sirjan gehören zu den feineren Afshar-Varianten mit klarem Medaillon-Design.

Bidjar-Bukan-Teppiche aus der Stadt Bukan zeigen die typische Bidjar-Dichte mit kurdischen Mustern.

Bidjar-Takab-Teppiche werden in der Region Takab geknüpft und zeigen klassische Bidjar-Robustheit mit lokalen Motiven.

Bidjar-Zanjan-Teppiche aus der Provinz Zanjan sind feiner geknüpfte Bidjar-Varianten mit farbenfroher Palette.