Iran gilt als Ursprungsland der Teppichknüpfkunst und beheimatet die größte Vielfalt an Stilen und Techniken weltweit.
Persien, das heutige Iran, gilt als die Wiege der Teppichknüpfkunst und als wichtigste Herkunftsregion handgeknüpfter Teppiche überhaupt. Über zweieinhalb Jahrtausende hat sich auf dem iranischen Hochland eine Vielfalt an Knüpftraditionen herausgebildet, die kein anderes Land erreicht: vom seidenfeinen Manufakturteppich aus Ghom über die robuste Dorfware aus Hamadan bis zum lebendigen Nomadenstück der Ghashghai. Was alle persischen Teppiche eint, ist die Bindung an einen konkreten Ort. Der Name eines Persers verweist fast immer auf seine Knüpfstadt oder seinen Stamm, und mit dem Ort verbinden sich Muster, Farbskala, Material und Knotendichte.
Diese Seite ordnet Persien geografisch und beschreibt die wichtigsten Knüpfzentren des Landes Stadt für Stadt. Sie ergänzt damit die Perserteppiche-Kategorie, die den Begriff, die Echtheitsmerkmale und die Kaufkriterien behandelt. Hier geht es um den Raum: welche Region für welche Qualität steht, warum der Nordwesten anders knüpft als die Zentraliranischen Oasen, und an welchen Orten die feinsten Stücke der Welt entstehen.
Das iranische Hochland erstreckt sich über etwa 1,65 Millionen Quadratkilometer und ist von Gebirgsketten, Hochebenen und Wüsten gegliedert. Diese Vielfalt prägt die Teppichproduktion bis ins Detail. Die kühlen, niederschlagsreicheren Bergregionen im Nordwesten um Täbriz und Ardebil liefern eine zugfeste, glänzende Wolle, wie sie robuste Gebrauchsteppiche verlangen. Die trockenen Zentraloasen um Isfahan, Nain und Kaschan begünstigten dagegen die Spezialisierung auf feinste Manufakturarbeit. Im Süden, im Hochland von Fars, ziehen seit Jahrhunderten die Nomadenstämme mit ihren Herden, deren Teppiche aus dem Gedächtnis und ohne Vorlage entstehen.
Die persische Knüpfkunst arbeitet überwiegend mit dem asymmetrischen Knoten, dem persischen oder Senneh-Knoten. Er schlingt den Florfaden nur um einen der beiden Kettfäden und erlaubt dadurch eine feinere Musterauflösung als der symmetrische Knoten. Geschwungene Linien, florale Ranken und runde Medaillons lassen sich so präziser darstellen, was die Detailtreue persischer Muster erklärt. Die Grundregeln dieser Technik behandelt der Bereich Knotenarten, den gesamten Ablauf vom Schuren bis zum Scheren die Seite Herstellung.
Das Grundgewebe besteht meist aus Baumwolle, der Flor traditionell aus Schurwolle, bei Spitzenstücken aus der besonders weichen Korkwolle. Reine Seidenteppiche entstehen vor allem in Ghom und Isfahan. Gefärbt wurde historisch mit Pflanzenfarben: Krapp für die Rottöne, Indigo für Blau, Reseda und Safran für Gelb, Walnussschalen für Braun. Der natürliche Farbwechsel Abrash, entstanden durch wechselnde Färbechargen, gilt bis heute als Echtheitszeichen handgefärbter Wolle. Mehr zu Pflanzenfarben gegenüber synthetischen Farbstoffen steht unter Naturfarben erkennen.
Jede Knüpfstadt hat über Generationen ein eigenes Repertoire entwickelt. Die folgende Übersicht ordnet die bekanntesten Zentren nach ihrem Ruf und ihren typischen Merkmalen.
| Knüpfzentrum | Bekannt für | Typische Merkmale |
|---|---|---|
| Täbriz | Vielfalt, Nordwesten | Medaillon-, florale und geometrische Muster, Raj-Maß, vom Gebrauchs- bis zum Sammlerteppich |
| Isfahan | Hofqualität | feine florale Ranken, Korkwolle mit Seidenakzenten, Seidenkette |
| Nain | feine Stadtware | helles Blau und Beige, Seideneinlagen, La-Stufen 9, 6 oder 4 |
| Ghom | Seide | reine Ghom-Seide, höchste Knotendichten, dichte Bildkompositionen |
| Kerman | Detailreichtum | weiche Palette, florale Bild- und Vasenteppiche, Südosten |
| Heriz | Robustheit | großes geometrisches Eckmedaillon, kräftiges Ziegelrot, Nordwesten |
| Bidjar | Dichte | extrem fester, schwerer Flor, herba genannt, kurdisches Bergland |
| Hamadan | Dorfware | robuste Single-Wefted-Teppiche, geometrisch, viele Marktorte |
| Keschan | klassische Eleganz | zentrales Medaillon, tiefes Rot und Indigo, feine Wolle |
| Sarough | florale Fülle | dichte Blumenstreuung, kräftiges Rosé bis Rot, schwerer Flor |
Die feinsten Stadtproduktionen kommen aus Ghom, Isfahan und Nain. Robuste, alltagstaugliche Qualitäten liefern Heriz, Hamadan und Bidjar. Täbriz deckt als größtes Zentrum des Landes die gesamte Bandbreite ab, vom groben Markttuch bis zum signierten Meisterstück. Daneben behaupten sich kleinere, hochspezialisierte Orte: Mashhad im Nordosten, Joshaghan mit seinem Rautengitter, Senneh im kurdischen Westen, namengebend für den persischen Knoten, sowie Malayer und Mehraban im Hamadan-Umland. Die vollständige Liste steht in der Stilübersicht.
Neben den Städten prägen die Nomaden- und Halbnomadenstämme das persische Teppichbild. Ihre Stücke entstehen am transportablen Horizontalwebstuhl, oft ohne Vorzeichnung, und tragen daher lebendigere, freier komponierte Muster. Die Ghashghai im Hochland von Fars knüpfen leuchtende Stücke mit Heriati- und Tiermotiven. Die Afshar im Raum Kerman arbeiten geometrische Felder und Boteh-Streuung. Die Bachtiar im Zagrosgebirge sind für ihr Gartenrastermuster bekannt, die Balutsch-Gruppen im Südosten für dunkle, archaische Gebetsteppiche. Die Gabbeh-Tradition derselben Region steht für grob geknüpfte, hochflorige Stücke mit reduzierter, fast moderner Bildsprache. Den Überblick über diese Gattung gibt die Seite Nomadenteppiche.
Die persische Knüpfkunst reicht weit in die Antike zurück. Der Pazyryk-Teppich, im sibirischen Eis konserviert und auf das fünfte Jahrhundert vor Christus datiert, zeigt eine Reiterprozession und Hirschmotive, die auf die achämenidische Hofkunst verweisen. Es ist der älteste erhaltene geknüpfte Teppich der Welt und belegt, dass die Technik in Persien schon damals ausgereift war.
Ihre klassische Blütezeit erlebte die Knüpferei unter den Safawiden im 16. und 17. Jahrhundert. Schah Tahmasp und Schah Abbas der Große richteten in Isfahan, Kaschan und Täbriz königliche Manufakturen ein, in denen Entwerfer, Färber und Knüpfer arbeitsteilig die berühmten Medaillon-, Jagd- und Vasenteppiche schufen. Die beiden Ardabil-Teppiche von 1539/40, heute in London und Los Angeles, gelten als Höhepunkt dieser Epoche. Über die Seidenstraße und die Handelshäuser von Venedig gelangten persische Teppiche nach Europa, wo sie auf Gemälden der Renaissance als Statussymbol erscheinen.
Nach dem Niedergang der Safawiden im 18. Jahrhundert kam die höfische Produktion fast zum Erliegen und lebte erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts unter der Kadscharen-Dynastie und dem Druck europäischer Nachfrage wieder auf. Damals entstanden viele der heute gehandelten Stadttypen in ihrer modernen Form. 1935 wurde aus Persien der Staat Iran, die Knüpftradition blieb erhalten. Die längere Entwicklungslinie zeichnet die Seite Ursprung der Knüpfkunst nach.
Persische Muster lassen sich grob in zwei Welten teilen. Die kurvilineare Stadtware aus Isfahan, Keschan oder Nain zeichnet florale Ranken, Palmetten und runde Zentralmedaillons, die nur mit dem feinen asymmetrischen Knoten sauber darstellbar sind. Die rektilineare Dorf- und Nomadenware aus Heriz, Hamadan oder dem Stammesgebiet arbeitet mit Rauten, Haken, Boteh und stilisierten Tieren, also mit der geometrischen Sprache, die sich aus dem Knoten am Gitter natürlich ergibt.
Die Knotendichte reicht von etwa 100.000 Knoten pro Quadratmeter bei groben Dorfteppichen bis über eine Million bei feinen Seidenstücken aus Ghom. Regional gelten eigene Maße: In Täbriz zählt man Raj, die Zahl der Knotenpaare auf sieben Zentimeter Kettbreite, in Nain die La-Stufen, die angeben, aus wie vielen Einzelfäden ein Kettstrang gedreht ist. 9 La gilt als fein, 6 La als sehr fein, 4 La als Sammlerqualität. Was die reine Knotenzahl aussagt und wo ihre Grenzen liegen, erklärt Knotendichte erklärt, die Feinheitsmaße im Detail die Seite La-Stufen erklärt.
Aus Persien stammen mehr eigenständige Teppichstile als aus jeder anderen Region. Zu den klassischen Stadttypen zählen Täbriz, Isfahan, Nain, Ghom, Keschan, Kerman und Mashhad. Die robusten Dorf- und Bergtypen umfassen Heriz, Bidjar, Hamadan, Sarough, Malayer und Senneh. Die Stammes- und Nomadenstücke reichen von Ghashghai und Afshar über Bachtiar und Yalameh bis zu Gabbeh, Schiraz und Balutsch. Wer einzelne Typen direkt gegenüberstellen will, findet im Stil-Vergleich Paare wie Nain gegen Isfahan.
Den Wert eines Persers bestimmen Herkunftsort, Knotendichte, Material, Alter, Erhaltungszustand und die Seltenheit des Musters. Reine Seidenteppiche aus renommierten Zentren erzielen die höchsten Preise. Vor dem Kauf lohnt der Blick auf Wertvolle Perserteppiche erkennen, warum echte Knüpfware ihren Preis hat unter Warum echte Teppiche teuer sind sowie die allgemeine Kaufberatung. Wie man Herkunft und Echtheit selbst prüft, steht unter Orientteppich erkennen und Herkunft erkennen. Die richtige Routine für die lange Lebensdauer behandelt die Pflegeübersicht.
Persische Teppiche sind handgeknüpft, fast immer mit dem feinen asymmetrischen Knoten, und tragen den Namen ihres Herkunftsorts. Charakteristisch sind die hohe Detailtreue floraler Muster, die Bindung von Farbe und Design an die jeweilige Region sowie die Verwendung von Naturmaterialien, also Wolle oder Seide auf Baumwolle.
In Persien dominiert der asymmetrische Knoten, auch persischer oder Senneh-Knoten genannt, benannt nach der Stadt Senneh. Er schlingt den Florfaden um nur einen Kettfaden und erlaubt dadurch feinere, geschwungenere Muster als der symmetrische türkische Knoten. Den Vergleich beider Techniken behandelt die Seite Knotenarten.
Persien und Iran bezeichnen dasselbe Land. 1935 bat die Regierung das Ausland offiziell, statt Persien den einheimischen Namen Iran zu verwenden. Im Teppichhandel hat sich der Begriff Perserteppich für handgeknüpfte Teppiche aus dem Iran bis heute gehalten.
Ein echter Perser stammt aus dem Iran, ist handgeknüpft und zeigt das Muster spiegelbildlich klar auf der Rückseite. Die Fransen sind die verlängerten Kettfäden, nicht angenäht, und kleine Unregelmäßigkeiten samt dem Farbwechsel Abrash belegen die Handarbeit. Die ausführliche Anleitung steht unter Ist mein Teppich echt?.
Klassische Stadttypen wie Isfahan, Nain und reine Ghom-Seide gelten als besonders wertstabil, ebenso gut erhaltene antike Stücke aus renommierten Manufakturen. Eine Garantie für Wertsteigerung gibt es nicht, doch Material, Knotendichte und Herkunft bilden die belastbaren Anhaltspunkte. Mehr dazu unter Alte Teppiche werden wertvoller.

Abadeh-Teppiche stammen aus der gleichnamigen Stadt zwischen Isfahan und Schiraz und fallen durch ihre klaren geometrischen Medaillons auf.

Ardebil-Teppiche kommen aus Nordwestiran und zeigen häufig geometrische Muster mit kaukasischem Einfluss.

Afshar-Teppiche werden von halbnomadischen Stämmen in Südostiran geknüpft und verbinden nomadische Motive mit feiner Verarbeitung.

Bachtiar-Teppiche sind bekannt für ihr charakteristisches Gartenmuster mit kassettenartigen Feldern voller floraler Motive.

Bidjar-Teppiche gelten als die robustesten persischen Teppiche, die extrem dichte Knüpfung macht sie nahezu unverwüstlich.

Gabbehs sind grob geknüpfte Nomadenteppiche mit hohem Flor und abstrakten, farbenfrohen Motiven.

Ghashghai-Teppiche werden vom gleichnamigen Nomadenstamm geknüpft und beeindrucken durch lebhafte Farben und Tiermotive.

Ghom-Teppiche gehören zu den feinsten persischen Teppichen und werden häufig aus reiner Seide gefertigt.

Hamadan-Teppiche kommen aus einer der ältesten Knüpfregionen der Welt und bieten solide Qualität zu erschwinglichen Preisen.

Heriz-Teppiche sind berühmt für ihre markanten eckigen Medaillons und ihre außerordentliche Strapazierfähigkeit.

Garawan-Teppiche stammen aus der Heriz-Region und zeigen die typisch geometrischen Medaillon-Muster in robuster Dorfqualität.

Isfahan-Teppiche gelten als Meisterwerke persischer Knüpfkunst mit außergewöhnlich feinen Mustern und edlen Materialien.

Kerman-Teppiche zeichnen sich durch besonders feine Blumenmuster und eine sanfte Farbpalette aus.

Keschan-Teppiche zählen zu den Klassikern unter den Perserteppichen und sind für ihre eleganten Medaillon-Designs bekannt.

Koliai-Teppiche werden von kurdischen Knüpfern im Westen Irans gefertigt und überzeugen durch robuste Qualität und geometrische Muster.

Mashhad-Teppiche aus dem Osten Irans bieten großformatige Designs mit floralen Medaillons in tiefen Rottönen.

Moud-Teppiche aus der Region Chorasan vereinen das Herati-Muster mit feiner Knüpfung zu einem ausgezeichneten Preis-Leistungs-Verhältnis.

Nahavand-Teppiche werden in der gleichnamigen kurdischen Stadt geknüpft und bieten kräftige Muster zu zugänglichen Preisen.

Nain-Teppiche bestechen durch ihr elegantes Farbspiel in Blau und Beige und ihre filigrane Musterung.

Senneh-Teppiche aus der kurdischen Hauptstadt Sanandaj gelten als die feinsten kurdischen Knüpfarbeiten.

Schiraz-Teppiche werden von verschiedenen Nomadenstämmen rund um die Stadt Schiraz geknüpft und zeigen vielfältige Stammesmotive.

Täbriz-Teppiche zählen zu den edelsten persischen Teppichen und sind für ihre feine Knüpfung und vielfältigen Designs bekannt.

Mir-Teppiche aus der Sarouk-Region sind berühmt für ihr charakteristisches Allover-Boteh-Muster.

Loribaft-Teppiche werden von Lori-Nomaden im Zagros-Gebirge geknüpft und sind nahe Verwandte der Gabbehs mit feinerer Knüpfung.

Ardakan-Teppiche aus der gleichnamigen Stadt in der Provinz Yazd zeigen feine florale Muster in warmen Farbtönen.

Borchalou-Teppiche werden im gleichnamigen Dorf in der Provinz Hamadan geknüpft und zeigen klassische Medaillon-Designs.

Farahan-Teppiche aus der historischen Knüpfregion zwischen Arak und Hamadan sind bekannt für feine Herati-Muster.

Gholtogh-Teppiche stammen aus einem kleinen kurdischen Dorf in der Provinz Hamadan und zeigen geometrische Medaillon-Muster.

Ghoutshan-Teppiche (auch Quchan) kommen aus der Nordostregion Irans und zeigen kurdische Einflüsse.

Golpayegan-Teppiche aus der Provinz Isfahan bieten klassische persische Designs zu zugänglichen Preisen.

Hosseinabad-Teppiche stammen aus einem Dorf in der Provinz Hamadan und zeigen die typisch einfache Schussstruktur der Region.

Joshaghan-Teppiche zeigen ein charakteristisches Rautengitter mit kleinen floralen Motiven, ein ikonisches Muster persischer Knüpfkunst.

Jozan-Teppiche aus dem Bezirk Hamadan sind bekannt für ihr markantes Kugelmedaillon auf sattem Rotgrund.

Kaschmar-Teppiche aus dem Osten Irans überzeugen durch großformatige Designs und solide Qualität.

Klardasht-Teppiche aus der Provinz Mazandaran am Kaspischen Meer vereinen persische Tradition mit grobem nomadischen Charakter.

Lilian-Teppiche aus der Arak-Region zeigen oft ein zentrales Medaillon in tiefem Rot mit schmalen Bordüren.

Mahal-Teppiche aus der Region Arak kombinieren westliches Farbgefühl mit klassisch persischen Mustern.

Malayer-Teppiche aus der gleichnamigen Stadt in Hamadan liegen qualitativ zwischen einfachen Hamadan- und feinen Sarough-Teppichen.

Mehraban-Teppiche aus der Heriz-Region zeichnen sich durch geometrische Medaillons und robuste Qualität aus.

Meschkin-Teppiche (Meshkin Shahr) aus der Provinz Ardebil zeigen kaukasisch inspirierte geometrische Muster.

Meymeh-Teppiche aus der Provinz Isfahan zeigen das typische Joshaghan-Rautenmuster in höherer Qualität.

Najafabad-Teppiche aus der Nachbarstadt Isfahans orientieren sich stilistisch an den berühmten Isfahan-Teppichen.

Qaraja-Teppiche aus dem Nordwesten Irans verbinden kaukasische und persische Elemente in geometrischen Mustern.

Rafsanjan-Teppiche aus der Kerman-Region vereinen die feine Knüpfkunst der Region mit pastellfarbenen Blumenmustern.

Rudbar-Teppiche aus der Provinz Gilan am Kaspischen Meer zeigen kurdisch beeinflusste geometrische Designs.

Sabsewar-Teppiche (Sabzevar) aus Nordostiran überzeugen durch großformatige Medaillon-Designs in warmen Farbtönen.

Sarab-Teppiche aus dem Nordwesten Irans sind meist als Läufer in kamelbrauner Grundfarbe bekannt.

Sarough-Teppiche (Sarouk) aus der Region Arak zählen zu den klassischsten Perserteppichen mit feinen Rosenmustern.

Sharbabak-Teppiche (Shahr-e Babak) aus der Kerman-Region verbinden nomadische Motive mit werkstattartiger Ausführung.

Tabatabai-Teppiche sind nach einer bedeutenden Knüpferfamilie benannt und stehen für höchste Feinheit im Nain-Stil.

Touiserkan-Teppiche aus der Provinz Hamadan zeigen klassische kurdisch beeinflusste Designs in robuster Qualität.

Waramin-Teppiche aus der Nähe von Teheran zeigen das typische Mina-Khani-Blumenmuster mit geometrischer Strenge.

Wiss-Teppiche (Viss) aus der Hamadan-Region gehören zu den bekanntesten westpersischen Teppichen mit zentralem Medaillon.

Yazd-Teppiche aus der Wüstenstadt Yazd zeigen feine florale Medaillons in warmen Farben.

Ilam-Teppiche werden von kurdischen Knüpfern in der westiranischen Grenzprovinz gefertigt und zeigen markante geometrische Muster.

Kaschkuli-Teppiche werden vom gleichnamigen Qashqai-Unterstamm in der Provinz Fars geknüpft und zählen zu den feinsten nomadischen Arbeiten.

Yalameh-Teppiche stammen von einem Qashqai-Unterstamm und zeigen markante Rautenmedaillons in leuchtenden Farben.

Shal-Teppiche zeigen ein markantes Streifen- und Musterband, inspiriert vom kurdischen Shal-Stoff aus Kermanshah.

Fars-Kelims werden von Qashqai- und Lori-Nomaden in Südiran gewebt und zeigen lebhafte Stammesmotive.

Senneh-Kelims aus Sanandaj gelten als die feinsten kurdischen Flachgewebe mit extrem dichter Webstruktur.

Seiden-Kelims sind die edelsten Flachgewebe, leicht, glänzend und mit feinsten Musterdetails.

Kelim ist der gewebte Teppich des Orients ohne Flor, beidseitig nutzbar. Überblick über die wichtigsten Stilrichtungen aus Persien, Afghanistan, Anatolien und dem Kaukasus.

Ghom-Seidenteppiche aus reiner Seide gelten als Sammlerstücke höchster Güte, jedes Stück ein kleines Kunstwerk.

Nach dem Schweizer Handelshaus Ziegler & Co. benannt, Ziegler-Teppiche vereinen orientalische Muster mit westlichem Farbgefühl und gehören zu den beliebtesten Orientteppichen.

Afshar-Sirjan-Teppiche aus der Stadt Sirjan gehören zu den feineren Afshar-Varianten mit klarem Medaillon-Design.

Bidjar-Bukan-Teppiche aus der Stadt Bukan zeigen die typische Bidjar-Dichte mit kurdischen Mustern.

Bidjar-Takab-Teppiche werden in der Region Takab geknüpft und zeigen klassische Bidjar-Robustheit mit lokalen Motiven.

Bidjar-Zanjan-Teppiche aus der Provinz Zanjan sind feiner geknüpfte Bidjar-Varianten mit farbenfroher Palette.