Schritt 1
Was ist ein Orientteppich?
Grundverständnis: woher Orientteppiche kommen und was sie auszeichnet.
Als Orientteppich bezeichnet man handgeknüpfte oder handgewebte Teppiche aus einem Gürtel, der sich von Marokko im Westen über den Iran, den Kaukasus und Zentralasien bis nach China und Nepal erstreckt. Die Tradition ist mindestens 2.500 Jahre alt — der älteste bekannte erhaltene Knüpfteppich (der Pazyryk-Teppich) stammt aus dem 5. Jahrhundert v. Chr.
Das entscheidende Merkmal eines Orientteppichs ist, dass jeder Knoten per Hand um die Kettfäden des Webstuhls gebunden wird. Bei einem mittelfeinen Teppich mit 200.000 Knoten pro Quadratmeter macht das in der Größe 2 × 3 m bereits 1,2 Millionen Knoten — Monate oder Jahre Arbeit einer oder mehrerer Knüpferinnen.
Drei Dinge, die einen Orientteppich ausmachen
- Handarbeit: jeder Knoten ist individuell, erkennbar an leichten Unregelmäßigkeiten auf der Rückseite.
- Naturmaterialien: meist Schafwolle, bei feineren Qualitäten Korkwolle oder Seide auf einer Kette aus Baumwolle.
- Symbolsprache: Muster und Motive erzählen von der Kultur, dem Stamm oder der Werkstatt, aus der sie kommen.
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