China Seide
Chinesische Seidenteppiche zeigen Drachen, Medaillons und buddhistische Symbole auf feinster Seide.
- Region
- China
- Kategorie
- Seidenteppiche
- Herstellung
- Handgeknüpft
- Knotendichte
- 300.000 – 900.000 Knoten/m²
Steckbrief
- Herstellung
- Handgeknüpft
- Herkunft
- China — verschiedene Provinzen
- Flormaterial
- Seide auf Seide oder Baumwolle
- Knotendichte
- 300.000 – 900.000 Knoten/m²
- Besonderheiten
- Drachen- und Symbolmotive, sanfte Farben, oft geschnittene Konturen
Foto: Morgenland Teppiche
Herkunft
China SeideSeideEdelstes Material für Teppichknüpfung. Erzeugt feinsten Flor mit charakteristischem Glanz und Farbtiefe. Typisch für Ghom, Hereke und Kaschmir.Im Glossar lesen → Teppiche stammen aus verschiedenen Regionen Chinas und repräsentieren eine jahrhundertealte Tradition der Seidenknüpferei. Die Hauptproduktionsgebiete befinden sich in den Provinzen Xinjiang, Henan, Shandong und in der Autonomen Region Tibet. Besonders bekannt sind die Werkstätten in Kaschgar, Beijing und Shanghai, wo seit der Ming-Dynastie (1368-1644) hochwertige Seidenteppiche hergestellt werden. Die chinesische Teppichknüpferei erlebte ihre Blütezeit während der Qing-Dynastie, als die Nachfrage nach luxuriösen Bodenbelägen für Paläste und wohlhabende Haushalte stark anstieg.
Merkmale
China SeideSeideEdelstes Material für Teppichknüpfung. Erzeugt feinsten Flor mit charakteristischem Glanz und Farbtiefe. Typisch für Ghom, Hereke und Kaschmir.Im Glossar lesen → Teppiche zeichnen sich durch ihre charakteristischen Motive aus der chinesischen Kunst- und Kulturgeschichte aus. Typische Designs umfassen Drachen als Symbole der kaiserlichen Macht, Phönixe, Lotusblüten, Päonien und geometrische Wolkenmuster. Häufig finden sich auch Darstellungen der acht buddhistischen Glückssymbole oder landschaftliche Szenen mit Bergen und Flüssen. Die Farbpalette reicht von traditionellen Tönen wie tiefem Blau, Rot und Gold bis hin zu subtilen Pastellfarben. Viele Exemplare weisen eine zentrale Medaillonkomposition auf, umrahmt von ornamentalen Bordüren mit floralen oder geometrischen Motiven.
Material und Technik
Diese Teppiche werden ausschließlich aus reiner Naturseide geknüpft, sowohl für den FlorFlorDie Oberfläche des Teppichs, die durch die geschnittenen Knotenenden gebildet wird. Die Florhöhe variiert je nach Stil von kurz (Nain) bis lang (Gabbeh).Im Glossar lesen → als auch für die Grundstruktur aus Kette und Schuss. Die verwendete SeideSeideEdelstes Material für Teppichknüpfung. Erzeugt feinsten Flor mit charakteristischem Glanz und Farbtiefe. Typisch für Ghom, Hereke und Kaschmir.Im Glossar lesen → stammt traditionell von chinesischen Maulbeerspinnern und zeichnet sich durch ihren charakteristischen Glanz und ihre Feinheit aus. Die KnotendichteKnotendichteAnzahl der Knoten pro Quadratmeter. Ein wichtiges Qualitätsmerkmal — höhere Dichte ermöglicht feinere Muster und deutet auf aufwendigere Handarbeit hin.Im Glossar lesen → variiert erheblich und kann von 200.000 bis über 1.000.000 Knoten pro Quadratmeter reichen. Verwendet wird überwiegend der asymmetrische Knoten, teilweise auch der symmetrische Knoten. Die Herstellung erfolgt auf vertikalen Webstühlen, wobei erfahrene Knüpfer oft Jahre für ein einzelnes Meisterwerk benötigen. Nach dem Knüpfen werden die Teppiche geschoren und durch spezielle Waschverfahren veredelt, um den seidigen Glanz zu intensivieren.
Wissenswertes
China SeideSeideEdelstes Material für Teppichknüpfung. Erzeugt feinsten Flor mit charakteristischem Glanz und Farbtiefe. Typisch für Ghom, Hereke und Kaschmir.Im Glossar lesen → Teppiche galten historisch als Statussymbole und waren ausschließlich der kaiserlichen Familie und dem Hochadel vorbehalten. Während der Kulturrevolution (1966-1976) kam die traditionelle Teppichproduktion nahezu zum Erliegen, erlebte jedoch in den 1980er Jahren eine Renaissance. Moderne chinesische Seidenteppiche werden oft in limitierten Auflagen hergestellt und tragen häufig die Signatur des Knüpfers. Ein besonderes Merkmal ist die Verwendung von Reliefeffekten, bei denen bestimmte Motivteile durch unterschiedliche Florhöhen plastisch hervorgehoben werden. Diese Technik, genannt "Carving", verleiht den Teppichen eine dreidimensionale Wirkung.
Häufige Fragen
Wie erkenne ich einen echten China Seide Teppich?
Echte China Seide Teppiche erkennt man am charakteristischen Glanz der Seide, der je nach Blickwinkel variiert. Ein einfacher Test ist das Anzünden einiger herausgezogener Fasern - Seide riecht beim Verbrennen wie verbrannte Haare und hinterlässt eine schwarze Asche. Zudem sollten sowohl Flor als auch Rückseite aus Seide bestehen.
Wie pflege ich einen China Seide Teppich richtig?
Seidenteppiche sollten regelmäßig, aber vorsichtig gesaugt werden - am besten in Strichrichtung des Flors. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden, da sie die Farben ausbleichen kann. Professionelle Reinigung durch Spezialisten ist alle 3-5 Jahre empfehlenswert. Verschüttete Flüssigkeiten sollten sofort aufgetupft, niemals gerieben werden.
Sind China Seide Teppiche eine gute Wertanlage?
Hochwertige China Seide Teppiche können durchaus wertbeständig sein, besonders seltene antike Stücke oder Arbeiten renommierter Manufakturen. Der Wert hängt von Faktoren wie Alter, Zustand, Seltenheit, Knotendichte und kunsthistorischer Bedeutung ab. Eine fachkundige Begutachtung ist für eine realistische Werteinschätzung unerlässlich.
Eindrücke aus der Herkunft
Orte, Landschaften und Bauwerke rund um die Herkunft der China Seide-Teppiche. Klicken Sie auf ein Bild für die Detailansicht.
Verwandte Stile
Ghom Seide
Ghom-Seidenteppiche aus reiner Seide gelten als Sammlerstücke höchster Güte — jedes Stück ein kleines Kunstwerk.
Kaschmir Seide
Kaschmir-Seidenteppiche werden in der indischen Kaschmir-Region geknüpft und vereinen traditionelle Motive mit feinster Seide.
Hereke Seide
Hereke-Seidenteppiche aus der osmanischen Hofmanufaktur gelten als die feinsten Seidenteppiche überhaupt.


