Täbriz · Zeitgenössisch
Djavan führt die Täbriz-Knüpftradition in zeitgenössischer Interpretation fort.
Foto: Morgenland Teppiche
Die Werkstatt Djavan steht in einer Täbriz-Tradition, deren früheste auktionsbelegte Spuren bei Javan Amirkhizi liegen, einem Meister, der bis in die späten 1930er Jahre nach Europa und Nordamerika exportierte. Diese Wurzel der Djavan-Linie trifft heute auf eine zeitgenössische Werkstatt, die die klassischen Täbriz-Motive in eine modernere Farbpalette übersetzt, abgestimmt auf europäische und amerikanische Wohnräume. Eine direkte familiäre Kontinuität ist nicht in jedem Fall belegt, der Name aber prägt die feinen Täbriz-Qualitäten über die letzten hundert Jahre.
Djavan-Teppiche folgen der Raj-Klassifizierung Täbriz': die feinen Qualitäten erreichen 60 Raj und darüber (etwa 500.000 Knoten pro Quadratmeter), Spitzenstücke gehen in Richtung 70 Raj mit hohem Seidenanteil. Muster umfassen das klassische Mahi-Fischmuster, florale Medaillons und figurale Darstellungen nach persischen Miniaturen.
Die Farbpalette von Djavan ist gegenüber antiken Täbriz-Teppichen deutlich heller: Creme-, Beige- und Rosétöne dominieren, ergänzt durch gedecktes Indigo und Kupferrot. Diese Palette entspricht dem Wunsch moderner Wohnräume nach einer leichteren, weniger dunklen Farbstimmung.
Verwendet werden Korkwolle auf Baumwolle oder Seide für die Kette, mit reichhaltigen Seidenakzenten im Flor. Die Knüpfung erfolgt in traditioneller Täbriz-Technik mit dem asymmetrischen Senneh-Knoten.
Djavan-Teppiche tragen in der Regel eine eingeknüpfte Signatur. Sie sind im gehobenen europäischen Fachhandel präsent und werden in feinsten Qualitätsstufen regelmäßig im fünfstelligen Bereich gehandelt.
Zugehöriger Stil
Täbriz-Teppiche zählen zu den edelsten persischen Teppichen und sind für ihre feine Knüpfung und vielfältigen Designs bekannt.